Der Oktober ist die beste Zeit um ein Hochbeet anzulegen

Wer im Winter auch noch schönes, grünes Gemüse haben möchte, braucht entweder ein Gewächshaus oder ein Hochbeet. So ein Hochbeet ist einfach in nur wenigen Schritten zu bauen, und bietet Platz für viel schönes Gemüse auch in der kalten Jahreszeit.

Vorteile vom Hochbeet:

  • Keine Rückenschmerzen mehr beim Pflanzen:  Die angenehme Höhe ist leichter zu bearbeiten und man kann entspannter pflanzen ohne unter Rückenschmerzen klagen zu müssen.
  • Es kann auch in der kälteren Jahreszeit genutzt werden: Denn durch die Höhe kann der Frost nicht so leicht in die Erde dringen, und den Wurzeln schaden oder die Pflanze beim Wachsen stören. Außerdem sind die mehrfachen Bodenschichten wie ein Wärmespeicher.
  • Auch vor Fäulnis sind die Pflanzen in einem Hochbeet gut geschützt: Starke Nässe erzeugt in Verbindung mit Kälte, bei Pflanzen die dicht am Boden wachsen, leicht Fäulnis. Dies kommt im Hochbeet nicht vor, da Nässe leicht wieder abfließt oder wegtrocknet.
  • Hochbeete können dichter bepflanzt werden als normale Flachbeete: Und an den Seitenwänden können auch noch Rankpflanzen angepflanzt werden, die dann über den Rand herunterhängen können.
  • Der Ertrag kann bis zu 3 mal höher ausfallen wie bei normalen Beeten:  Der Grund liegt in der besseren Verottungswärme des Beetes. Da die Sonne von allen Seiten die Beeterde erwärmen kann.
  • Ein Hochbeet kann sogar auf felsigem oder gepflastertem Boden angelegt werden: Da  die Beschaffenheit des Untergrundes nicht so eine Rolle spielt, kann das Hochbeet sogar auf einem Balkon  aufgebaut werden. –Dann sollte das Hochbeet aber auch einen Boden haben.
  • Ein Hochbeet ist lange haltbar: Hat man einmal ein Hochbeet gebaut, kann man sich über, viele  Jahre hindurch daran erfreuen. Solche Hochbeete sind sehr lange haltbar, und das Holz verrottet nur sehr langsam, da das Holz in der Regel ja auch relativ trocken liegt. Regen kann schnell auch wieder abtrocknen, es kann sich nichts stauen.
  • Es ist ein schöner Blickfang für den Garten: So ein Hochbeet ist auch ein hübsches Deko-Element für den Garten.

Wie legt man am besten ein Hochbeet an?

Ein Hochbeet kann man bereits fertig im Baugeschäft kaufen. Diese fertigen Stecksysteme bestehen meist aus  weicherem Kiefernholz. Aber auch Tanne oder Lärche . Es sind aber auch Varianten aus Kunststoff oder Metall erhältlich. Das gekaufte Hochbeet hat meist eine Größe von 1,50 m x1 m x 0,80 m. Die Innenseite des Hochbeetes kann man noch gut mit Gewebefolie auskleiden, damit das Holz nicht so schnell verrottet.
Wenn man das Hochbeet selber bauen möchte, dann kann man auch ein etwas festeres Holz wählen. Lärchenholz hat sich als gut widerstandsfähig herausgestellt. Man kann naturbelassenes oder bereits imprägniertes Holz wählen.  Als  Holz dafür werden dicke Bohlen, Rundhölzer oder Kanthölzer verwendet.
Die Ideale Arbeitshöhe ist 90 cm. Wenn man gerne im Sitzen arbeiten möchte, dann kann man das Hochbeet 60 cm hoch bauen. Um das Sonnenlicht  am besten zu nutzen sollte das Beet in Nord-Südrichtung errichtet werden. Das heißt, dass die kurzen Seiten nach Osten und Westen stehen.

  1. Wenn man das Hochbeet im Garten bauen möchte, gräbt man als erstes eine 20-30 cm tiefe Grube aus.
  2. Dann sägt man die 4 Holzpfosten passnd. Sie sollten noch ca. 30 cm in der Erde sein. (Es können auch 6 genommen werden, ganz nach Wunsch.) Die Pfosten (30 cm)  in die Erde hauen.
  3. Auf die Pfosten Holzschutzlasur auftragen.
  4. Dann die Seitenbretter anbringen. Man beginnt damit 5 cm über dem Boden.
  5. Wenn man mindestens 2 Seitenbretter angebracht hat, macht man das Kaninchengitter zum Schutz vor Wühlmäusen fest. An den Seiten zieht man es etwas höher und tackert es an den Seitenbrettern fest.
  6. Restliche Bretter werden montiert und danach lasiert.
  7. Noch das Flies an den Innenseiten befestigen, und die umgeschlagene Kante oben am Rand festtackern.
  8. Nun wird das Hochbeet gefüllt.

Variante aus Europaletten:

Eine andere Möglichkeit ist, das Hochbeet aus 4 Europaletten zu bauen. Dazu kommt jeweils die glatte Seite nach innen. Die nach außen ragenden „Füße“ können bei dieser Variante auch noch zusätzlich bepflanzt werden. Die 4 Paletten werden aneinander verschraubt, und  man baut für „Drinnen“ noch eine Art Schublade, einen Boden. Diesen kann man auch höher befestigen. Zurechtgeschnittene Metallstreifen bieten für die kleinen Beete, bei den Füßen, den Boden. Diese werden auch einfach angeschraubt. Die Wände kleidet man noch mit einem Fließ aus, und dann kann es ans Füllen gehen. –Natürlich sollte man für diesen Zweck nur neue Europaletten verwenden, schließlich soll ja etwas „Essbares“ hineinkommen.

Wie wird das Hochbeet gefüllt?

Das Füllen des Hochbeetes erfolgt in jeweils ca. 20 cm hohen Schichten, meist nach diesem Schema:

  1. Über dem Boden gibt man als unterste Schicht grobe Äste. Darüber etwas kleinere Zweige, sowie Sträucher-Abschnitte und festere, vertrocknete Pflanzen.
  2. In die zweite Schicht kommt darauf alles was man so an Grünabfällen hat. Und  Laub, Grassoden sowie auch etwas zerkleinerten Pappkarton.
  3. Jetzt folgt eine Schicht mit natürlichem Dünger. Das kann frischer Kompost sein oder Mist.
  4. Darauf füllt man gute Humuserde und Garten-, sowie Komposterde, die bereits fertig ist (1 Teil Humuserde auf 1 Teil Kompost/Gartenerde).

Wie kann man ein Hochbeet zusätzlich vor der kälteren und nasseren Jahreszeit schützen?

Damit das Gemüse sowie andere Pflanzen in der kalten Jahreszeit noch besser geschützt sind, kann man noch zusätzlich, vor kalter Nässe und Frost, eine Abdeckung für das Hochbeet fertigen. So kann man z.B. ein festes Dach oder Glasdach dafür bauen. Aber auch andere Abdeckungen wie ein Folientunnel bietet sich gut an. Denn darunter speichert sich die Wärme gut, so dass man selbst im Januar noch gut Gemüse darunter ernten kann. Um alles ausreichend zu lüften, und Sonne an das Beet zu lassen, sollte man am Tag den Folientunnel an der Kopfseite öffnen (und eine feste Abdeckung öffnen). Ein Flies, welches man über das Gemüse legt ist aber auch eine gute Alternative, und bringt eine Erwärmung für drinnen um 5 Grad.  Eine Plastikplane sollte man nicht verwenden, denn sie fördert Grauschimmel oder verschiedene Pilzkrankheiten.

Was kann man im Winter ins Hochbeet pflanzen?

Es eignet sich nicht jedes Gemüse um  im Winter in einem Hochbeet Ertrag bringen zu können. Denn die Kälte und viel Nässe bekommt nicht jeder Pflanze.  Hier kommt eine Auflistung mit Gemüsesorten auch für die kältere Jahreszeit:

  • Rosenkohl
  • Pastinaken
  • Wirsing
  • Grünkohl
  • Lauch
  • Spinat
  • Feldsalat
  • Winterportulak
Vor dem Frost daran denken, dass das Gemüse entweder mit etwas Laub und Fichtenreisig  schön abgedeckt wird  oder das Hochbeet mit einem Vlies gut zudecken. Als Vorbereitung für den Frühling kann man ins Hochbeet auch noch Knoblauch und andere Knollen und Zwiebeln (auch  Blumen) dicht unter die Erde eingraben.

Tipps für das Anpflanzen im Herbst/Winter

Man sollte wissen, dass man  das  Gemüse und die Salate nicht  ernten sollte, wenn sie gefroren sind. Denn mit gefrorenem Gemüse kann man nichts anfangen.
Beim Gemüse gibt es dabei aber eine Ausnahme. Denn der Rosenkohl freut sich über den Frost und bekommt auch erst dadurch seinen richtigen Geschmack. Darum also beim Rosenkohl noch warten, ungefähr solange bis das neue Jahr begonnen hat.

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