Wasser zählt im japanischen Garten zu den Elementen, die man in unterschiedlichen Formen darstellen kann. Die Wasserbecken dienten ursprünglich zur Reinigung von Körper und Seele vor dem Betreten des Tempels. Im Laufe der Zeit entstanden daraus die Zierelemente für den japanischen Garten wie Wasserläufe, Teiche und Wasserbecken aus Granit. In großzügigen Anlagen sieht man häufig einen Teich, der von einem Wasserfall gespeist wird. Der Wasserfall symbolisiert den Aufstieg, denn laut einer japanischen Legende verwandelt sich ein Fisch, der den Wasserfall stromaufwärts überwindet, in einen mächtigen Drachen. In Verbindung mit den anderen Grundelementen soll das Wasser im japanischen Garten für den perfekten Fluss des „Chi“ sorgen und damit Glück bringen.
Ein Teich mit Wasserfall ist die ideale Darstellungsform für Wasser in größeren Gärten, aber auch in kleinere Flächen kann man Wasser im Garten einbinden. Wasserbecken aus Granit lenken die Blicke der Besucher auf dieses Element und auch eine steinerne Vogeltränke setzt Akzente in kleinen japanischen Gärten.
Bei Bambus-Wasserspielen wie dem „Shishi Odoshi“ (Wildscheuche) füllt sich ein Bambusrohr mit Wasser und kippt in regelmäßigen Abständen auf einen Stein. Das dabei entstehende Geräusch hielt früher das Wild aus den bäuerlichen Gemeinschaften fern. Ob Teich, Wasserbecken oder Brunnen; das Element Wasser sollte in jedem japanischen Garten seinen Platz finden.