Steinfiguren, Steinbecken, Findlinge, Trittsteine und Steinlaternen sind ein weiteres Grundelement im japanischen Garten. Steine gestalten Landschaften und sie verbinden verschiedene Bereiche in japanischen Gärten.
Stein repräsentiert Wasser oder Berge und Steinlaternen geleiten den Besucher durch die Anlage. Handbearbeitete
Wasserbecken und verschiedenen Steinlaternen stehen für den Einklang zwischen unkontrollierter Natur und dem Mensch als Kontrollinstanz.
In der Nähe von Wasserbecken oder am Wegrand leuchten Steinlaternen dem Besucher bei seinem Spaziergang durch den Park, denn Trittsteine im japanischen Garten sind uneben und verlangen beim Schreiten die volle Aufmerksamkeit des Besuchers. Große flache Steine bilden auch oft Brücken über Teiche und verbinden so verschiedene Teile des Gartens miteinander.
Um 1513 nach dem Onin-Krieg stand den Klöstern nur wenig Geld zur Gestaltung der weitläufigen Gärten zur Verfügung. Ein neuer, reduzierter Stil wurde geboren: der Zen-Garten. Steine und Moos sind die einzigen
Bestandteile und die Trockengärten sind auch heute noch Orte der Meditation.
Große Steine in Gruppen zu fünf oder sieben Einzelstücken werden in nicht geometrischer Form aufgestellt. Sie symbolisieren die Kontinente und Berge. Dabei besteht immer viel Raum zur Interpretation.
Granitkies oder Sand stehen für das Element Wasser und umfließen die großen Steine. Das Harken der Linien in den Sand unterstützt die Meditation, denn Musteranfänge würden die Illusion von Wasser im Zen-Garten zerstören.