Der sommergrüne Haselnussstrauch, latein. Corylus avellana, kann bis zu fünf Meter hoch werden und ist in Europa und Kleinasien zu Hause. Die im Handel angebotenen, geschälten Haselnüsse stammen meist von der Lambertshasel, einem Strauch, der nah mit der Gemeinen Haselnuss verwandt ist.
Der Haselnuss-Strauch bevorzugt humose Erde und gedeiht nicht auf sandigen Böden. Natürlich kann man die Nuss als Samen in die Erde stecken, allerdings vergeht auf diese Art viel Zeit, bis ein stattlicher Strauch herangewachsen ist. Eine schnellere und zuverlässigere Methode ist das Vermehren durch Ableger und über Stecklinge oder Steckholz.
Der schnell und stark wachsende Strauch verträgt einen großen Rückschnitt im Herbst, bei dem alte Triebe bodennah abgeschnitten werden können. Auch ein kompletter Rückschnitt auf Bodennähe lässt den Strauch im Ernstfall nicht eingehen. Kompost als Dünger ist völlig ausreichend und das Schnittgut der Haselnuss kann man zu Rankgeflecht verbauen oder klein gehackt zum Kompost geben.
Zwischen September und Oktober reifen die Nüsse der gemeinen Hasel. Sie werden mit der blättrigen Hülle vom Strauch gepflückt und anschließend von der Hülle befreit. Da Schädlinge gern zwischen Blatthülle und Schale sitzen, gelangen sie so nicht mit zum Lagerplatz. Die frischen Nüsse kann man sofort verzehren oder sie in der Schale über den Winter an einem kühlen Ort lagern.