Bei einem großen Garten fällt die Wahl eines Obstbaums nicht schwer, aber auch für kleine Gärten oder Terrassen gibt es viele Stämme, die wenig Platz brauchen und eine nette Ernte einbringen können. Vor allem Pfirsich, Mirabellen, Frühpflaumen und auch alle halbstämmigen Bäume mit geringer Wuchshöhe und Säulenobst sind für kleine Gärten ideal.
Die schlanken Säulenobstbäume erobern immer mehr Gärten und Terrassen, da sie auch im Kübel Früchte ausbilden. Die speziell gezüchteten Obstsorten benötigen nur wenig mehr Pflege als herkömmliche Obstbäume. In Töpfe gepflanzt braucht das Säulenobst pro Pflanze mindestens 25l Erde und das Substrat sollte aus einer Mischung verschiedener Erdsorten bestehen. Über den Winter muss der Kübel samt Stamm in Jute gepackt und auf ein Holzbrett gestellt werden um Frostschäden zu vermeiden und die Pflanzen werden mindestens einmal jährlich gedüngt.
Sonnige Standorte und das Abschneiden der Seitentriebe garantieren schon im zweiten oder dritten Jahr eine gute Ernte. Birne, Kirsche und Pflaume bilden als Säulensorte immer wieder Seitentriebe, die im Sommer weggeschnitten werden müssen um die Form der Pflanze zu erhalten und ihre Kraft zur Fruchtbildung zu erhalten. Säulenäpfel neigen weniger zum Ausbilden von Seitentrieben und eignen sich daher gut als Anfängerpflanzen.
In Kübel gepflanzte Säulenäpfel können mehr als 30 Früchte in einem Jahr ausbilden. Die vielen Früchte schwächen die Pflanze und sie bildet keine Blütenknospen für das nächste Jahr aus. Um jährlich ernten zu können, sollte man nicht mehr als 30 Früchte ausreifen lassen und alle überzähligen Früchte bis Ende Mai entfernen.