In einem Hochbeet vereinen sich mehrere Vorteile. Nach dem einmaligen Anlegen kann man jedes Jahr früher als in ebenerdigen Beeten die erste Ernte einfahren und Gartenabfälle werden bequem nebenbei kompostiert.
Die Erde in einem Hochbeet erwärmt sich früher als der Boden bei ebenerdigen Gemüsebeeten. Unfruchtbarer und harter Boden, der sich nicht zum Gemüseanbau eignet müsste erst abgetragen werden um ein Gemüsebeet anlegen zu können, während man im Hochbeet Gartenabfälle wie Baumschnitte und Laub sinnvoll verwerten kann. Ein weiterer Pluspunkt ist die bequeme Arbeitshöhe und die Möglichkeit auch bei humusarmem Bodengrund ein einträgliches Gemüsebeet anlegen zu können. Durch das Setzen des Füllmaterials werden jeden Herbst neue Schichten eingebracht, wodurch der Boden belebt wird und die Pflanzen immer ausreichend Nährstoffe erhalten.
Die beste Zeit um ein Hochbeet anzulegen ist der Spätherbst. Durch den Rückschnitt der Bäume und Sträucher, das Laub und den Grasschnitt hat man genug Material zur Verfügung. Als Beetumrandung eignen sich Hölzer wie Bankirai und Lärche, wobei das Holz unbehandelt bleiben sollte und dadurch nach einigen Jahren verrottet.
Beton oder Metall liefern feste Begrenzungen, die mehrere Jahrzehnte überdauern und mit Winkeln befestigt werden können. Die schmale Seite des Beets sollte nicht mehr als 110 cm betragen, damit man mit ausgetreckten Armen noch gut über die Mitte greifen kann. Nachdem die äußere Begrenzung fest im Boden verankert wurde, wird das Hochbeet nun mit Erde oder verschiedenen Materialen gefüllt. Schnitt- und Häckselgut, Kompost, Laub, Grasschnitt und Erde bilden einen perfekten Nährboden für viele Gemüsesorten. Als oberste Schicht sollten 25 cm Erde oder mit Kompost angereicherte Erde eingebracht werden.
In den ersten zwei Jahren eigenen sich vor allem Starkzehrer zum Anbau im Hochbeet. Tomaten, Gurken, Lauch und Sellerie verhindern eine unerwünschte Nitratanreicherung. Im dritten Jahr kann man auch Spinat und Salat und andere Schwachzehrer im Hochbeet anpflanzen.