Wenn Blüten, Blätter und Knospen in großer Zahl Lochfraß aufweisen oder ganze Äste und Bäume kahl gefressen wurden, hat der Frostspanner ein neues Zuhause gefunden. Obstbäume, Sträucher und auch Kletterpflanzen sind ihre Lieblingsnahrung und auch alle Laubgehölze sind in Gefahr, wenn die gefräßigen Raupen aus ihren kleinen roten Eiern schlüpfen, die meist an der Blattunterseite in der Nähe von Knospen sitzen. Frostspanner-Raupen sollte man so früh wie möglich bekämpfen, denn dann entstehen keine großen Fraßschäden. Bäume und Sträucher im Garten überleben allerdings auch einen Großangriff der Raupen, wenn sie weiterhin gut gepflegt, gedüngt und gewässert werden. Stark beschädigte Pflanzen müssen also nicht unbedingt komplett ausgegraben und entsorgt werden.
Bei Kohlmeisen stehen die Frostspanner ganz oben auf dem Speiseplan. Nistkästen für diese Nützlinge sind also eine sinnvolle Maßnahme, denn während ihrer Brutzeit vertilgen sie mehrere hundert Raupen täglich.
Leimringe sind eine vorbeugende Maßnahme, denn sie werden eng anliegend am Stamm angebracht und hindern die flugunfähigen Weibchen ihre Eier im Geäst abzulegen. Von Ende September an sollte der Leimring für etwa Wochen eingesetzt werden, bis er wieder entfernt und entsorgt werden kann. Helfen diese Maßnahmen nicht mehr um größeren Schaden abzuwehren, kann mit selektivem Fraßgift gearbeitet werden, das allerdings nur bei warmer Witterung seine volle Wirkung erzielt.