Der Drahtwurm ist die Larve des Saatschnellkäfers. Da dieser Schädling die Wurzeln verschiedener Gemüsesorten anknabbert, ist der Schaden erst spät sichtbar. Prächtige Salatköpfe welken von einem Tag auf den andern, Sämereien haben große Lücken und die Kartoffelpflanzen sterben plötzlich – das alles können Anzeichen für einen Drahtwurmbefall sein.  Vorbeugung ist hier das beste Rezept, denn wenn der Überfall bereits stattgefunden hat, kann man nur noch wenig retten.
Der Drahtwurm lebt in der Erde, da der Käfer seine Eier darin ablegt. Die kleinen Drahtwürmer sind gelblich-weiß, haben sechs Füßchen und einen braunen Kopf. Beim Aufbereiten des Bodens für eine Saat oder Anpflanzung sollte man nach den kleinen Würmern Ausschau halten und sie einfach aus der Erde sammeln. Um sie abzutöten, werden sie in einem Eimer mit kochendem Wasser übergossen.
Das Überfluten des Beets einige Tage vor der Aussaat bringt die Drahtwürmer an die Oberfläche, wo sie ebenfalls aufgesammelt werden können. Um die Wurzelfresser von den Gemüsepflanzen fern zu halten, empfiehlt es sich, halbe Karotten oder Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten einige Zentimeter tief in die Erde einzugraben.
Nach einigen Tagen kann man die Käferlarven mit dem Köder aufsammeln und im heißen Wasser abtöten. In kalkhaltigen Böden findet man Drahtwürmer nie, denn die Larven meiden Kalk, daher ist das Einbringen von Kalk ins Gemüsebeet eine weitere vorbeugende Maßnahme.