Die Parallelität zu jungem Gemüse ist unverkennbar. Ein Kindergarten soll dazu dienen, den Nachwuchs wie ein anwachsendes Pflänzchen zu hegen und zu pflegen. Dies war zumindest die Intention von Friedrich Fröbel, der als Erfinder des Kindergartens gilt.
Der Anspruch gilt auch heute noch, hat sich aber gegenüber dem damaligen Grundgedanken, dass die Einrichtung als “Anschauungstätte für Mütter” dienen solle verbreitert. Eine moderner Kindergarten soll viel mehr leisten. Man denke nur an Integrationsleistungen im Hinblick auf Familien mit Migrationshintergrund, aber auch an Ernährung, Umweltpädagogik und religiöse Aspekte. Der Bildungsauftrag der Kindergärten ist nahezu allumfassend. Die Einrichtung soll auf die Schule, besser noch aufs Leben vorbereiten.
Auch die Sprachförderung hat – nicht nur bei ausländischen Kindern – mittlerweile einen hohen Stellenwert. Die Erzieherinnen haben heutzutage auch Kenntnisse in Logopädie, so dass sie individuelle Schwächen frühzeitig erkennen können. Aber auch Englischkurse im Kindergarten werden angeboten, um die künfigen ABC-Schützen auf den Fremdsprachenunterricht in der Schule vorzubereiten.
Eine bewährte Methodik beim frühkindlichen Sprachunterricht ist die Immersion-Methode.
Ziel ist es hier, die Kinder beim Singen, Tanzen und Basteln in die fremde Sprache eintauchen zu lassen, so dass Redewendungen unbewusst internalisiert werden. Unbestritten ist auch, dass in jungen Jahren das Lernen von fremder Sprachen am einfachsten geht. So gesehen können Eltern bereits frühzeitig die Grundlage für die Mehrsprachigkeit Ihrer Kleinen legen. Auch bei Grundschulkindern setzt die moderne Didaktik auf das Lernen mit allen Sinnen. Infolgedessen greift die Fremdsprachendidaktik für diese Altersgruppe auf Theaterstücke und handwerkliche Arbeiten wie das Werken und Gartenarbeiten zurück.